Presseberichte

31.05.2010

Mountain-Man, Countrymusic und glänzende US-Cars

Country-Campfire-US-Car-Weekend in Waldfrieden auch in diesem Jahr ein Erfolg

Antje-Gesine Marsch

Zu einem Mekka für US-Car-Freunde aus ganz Deutschland entwickelte sich in den letzten Jahren das Country-Campfire-US-Car-Weekend, das am vergangenen Wochende in bereits neunter Auflage über die Bühne ging. In der Ferieneinrichtung Waldfrieden, Nähe Pausa, fanden sich auch in diesem Jahr über fünfhundert Interessierte ein, die glänzenden "Ami-Schlitten" zu bestaunen, zu fachsimpeln und natürlich gemeinsam zu feiern. "Es ist ein fester Stamm, den es jedes Jahr hierher zieht", schätzt Thomas "Thommy" Wolf, gemeinsam mit Ralf Peebalg Organsisator dieses Events, ein. Lächelnd denken die beiden an die Anfänge zurück. "Schon im ersten Jahr wurde unsere Veranstaltung berühmt", so Wolf, der sich noch genau an die Turbulenzen erinnern kann. "Es schüttete wie aus Kannen, alles versank im Schlamm. Es war, als hätte sich alles gegen uns verschworen". Dass sie dabei auch eine Menge Lehrgeld zahlen musste, haben Peebalg und Wolf mittlerweile abgehakt. Jetzt läuft alles wie am Schnürchen; viele ehrenamtliche Helfer im Hintergrund ziehen die Stränge gemeinsam. "Alle sind mit Leib und Seele dabei", so Peebalg. Viele kennen sich schon aus tiefsten DDR-Zeiten - halten immer noch zusammen. "Es ist vor allem auch die Liebe zur Countrymusic, die uns eint", befindet Thommy Wolf. So kamen auch die Freunde der Western-und Countrymusik voll auf ihre Kosten. Ein Konzert der amerikanischen Band "Modern Earl“ sorgte für das entsprechende Western-Feeling auf dem riesigen Areal der Einrichtung. Bereits am Nachmittag zog es zahlreiche Interessierte, darunter auch viele Familien mit Kindern, zum Festprogramm. Hufeisenwerfen, Ponyreiten, Kutschfahrten und Zuckerwatte erfreuten die Kleinsten, während sich die Mütter beim Square Dance und die Väter beim Kampf um den Titel "Mountain-Man" versuchen konnten. Baumstammschleppen, Axtwerfen, Bogenschießen und mal eben schnell mit dem Kanu zur Insel paddeln, gehörten zu den Kriterien um den begehren Titel, den schließlich Daniel Lüder aus Plauen erringen konnte. Einer der Höhepunkte war sicherlich die Vorstellung der US-Cars, die am Sonnabendnachmittag ihre Runden drehten." Am weitesten angereist war ein Car aus Berlin. Es war auch diesmal für alle ein Erlebnis", befanden die Organisatoren. Wenn am Montagabend die letzten Wagen Richtung Heimat rollen, wird es wieder ruhiger in Waldfrieden. "Bis zum nächsten Jahr. Wir sind auf jeden Fall da!", versprechen Wolf und Peebalg schon heute.


31.05.2010

Schöne Autos, harte Kerle

9. Country-Weekend / Sieg für Plauener Daniel Lüder

Jürgen Stefaniak/Vogtland-Anzeiger

Ranspach/Waldfrieden US-Cars, Kanu fahren, Hufeisen werfen — und alles das und noch viel mehr gewürzt mit Country-Musik. Das wurde am Wochenende wieder in Waldfrieden geboten. In der Freizeiteinrichtung stand das 9. CountryCampfire-US-Car Weekend auf der „Tagesordnung". Hunderte pilgerten an jeden der drei Veranstaltungstage dorthin — an die B 282 zwischen Oberpirk und Mühltroff. Einmal um zu sehen, welche Autos heuer gezeigt werden — aber auch, um ganz einfach das Country-Flair zu genießen. Angeboten wurde ebenfalls der Mountain Men Trial. Das ist ein Wettbewerb, „den nur die Härtesten bestehen", erklärte der Oelsnitzer Thomas Wolf. Diesmal musste ein Baumstamm getragen, Nägel mit der Schneide der Axt eingeschlagen und Kanu gefahren werden. Mit diesen ging es in die Teichmitte, wo ein Sägebock wartete und mit der Bügelsäge eine Scheibe von einem Stamm abgesägt werden musste. Das Schießen auf den laufenden Keiler und auf der Zielgeraden das Trinken eines Pump Tequila warteten außerdem auf die Teilnehmer. Am Ende war der Beste Daniel Lüder aus Flauen Etwa 30 Fahrzeuge wurden am Samstagnachmittag den Besuchern präsentiert. Manche davon waren fast sechs Meter lang, wie der Chevrolet „Caprice Station" des Plaueners Ingo Findeis. Auch ein Blick unter die Motorhaube der Boliden war möglich. Keines der Autos brachte weniger als 120 Pferdestärken auf die Straße. Wie aus den Vorjahren gewohnt, half Edelgard Reichelt in der Uniform eines Hauptwachtmeisters der Volkspolizei Fahrern auf dem Platz vor der Bühne. Prämiert wurde am Sonntag nach dem Frühschoppen die weiteste Anreise — diesen Pokal erhielt ein Berliner. Den schönsten Van besitzt ein Fahrer aus dem fränkischen Landkreis Roth. Die-eindrucksvollste Limousine trug ein Mittweidaer Kennzeichen, ebenso das beste Allrad-Car von Rene Illgen. Die Besucher bewerteten außerdem einen Dodge Ran, einen „Ford Ranchero" und einen „Plymouth Barracuda" als die schönsten Fahrzeuge. Am Samstagabend sorgte die Band „Modern Earl", für die Musik. Organisator Thomas Wolf konnte zudem noch Peter Pfretschner aus Steinsdorf als zielsicheren Hufeisenwerfer, den Greifswalder Karsten Wolf und Alexander Mehlhorn aus Zwickau beim Kanufahren ehren. Ende Mai 2011 will Wolf das 10. Weekend mit einem gebührenden Höhepunkt feiern. „Was das wird, das steht aber noch nicht fest".


Straßenkreuzer ankern in Waldfrieden

Wochenende mit US-Cars aus ganz Deutschland und Country-Musik — Pokale für die attraktivsten Fahrzeuge — 13 Einheimische unter Gästen
VON GEORG BACHMANN
Waldfrieden. Der Name Waldfrieden ist Programm: Wald und Frieden. Aber an einem Wochenende im Jahr wird die zu Pausa gehörende Splittersiedlung mit ihren 13 Einwohnern in drei Häusern aus der Beschaulichkeit erweckt. Jetzt war es wieder soweit: „Country Campfire-US-Car-Weekend".
Wortwörtlich steht die englische Wortschlange für „Land-LagerfeuerVereinigte Staaten von Amerika-Auto-Wochenende". Auf gut Deutsch ist ein „Wochenende auf dem Land mit Autos aus den USA und Lagerfeuer" gemeint. Veranstalter ist Thomas Wolf aus dem benachbarten Oberpirk. Der kam natürlich auch zur 7. Auflage des Spektakels als „Thommy" mit Westernhut daher.
Thommy strahlte gestern Mittag nach erfolgreich geschlagener Schlacht übers ganze Gesicht: „Wunderbar, das Wetter war entgegen den Prognosen der Wetterfrösche am Freitag und Sonnabend ganz einfach super."
Unheil drohte nicht von der Wetterfront, sondern von der Musik her. Thommy musste ganz kurzfristig für eine Programmänderung sorgen. Statt der gebuchten Country-Band „Amarillo" rückten „Britta T. & Band" aus Nürnberg an. „Was sollten wir machen? Die Amarillo-Sängerin musste ins Krankenhaus einziehen." Aber der Ersatz habe der prächtigen Stimmung zur Live-Musik keinen Abbruch getan. Schließlich treffe sich hier in Waldfrieden ein fester Stamm aus Fans, die an tollen US-Schlitten und an Countrymusik aus den Staaten gleichermaßen interessiert sind.
Die Gäste kamen hauptsächlich aus Sachsen, Thüringen und Bayern. Aber auch aus Berlin und Rostock. Mit ihren aufsehenerregenden „Schlitten" sind die PS-Liebhaber allemal einen Hingucker wert. Allerdings benutzen die meisten ihren Straßenkreuzer nur im Sommerhalbjahr. Und auch dann nicht als Auto für alle Tage. „So ein Straßenkreuzer schluckt mehr Sprit als ein Schluckspecht. Und das bei den heutigen Benzinpreisen!" Jürgen Petschick aus Falkenstein, in der Truppe „Cowboy" genannt, weiß, wovon er redet. Ihm obliegt es, die noblen Karossen aufmerksam zu beäugen, um am Ende als Kopf einer Jury die Pokalsieger zu ermitteln.
Wo es jemandem rundum gefällt, dorthin kehrt er gern zurück. Das bestätigten Sonja und Bodo Schmidt mit ihrer vierten Teilnahme in Waldfrieden. Samt Sohnemann Leon hatten sie sich aus Aschaffenburg auf den Weg nach Waldfrieden gemacht. „Wegen der Musik und der Autos kommen wir immer wieder gern", verriet der aus Plauen stammende Familienvater. Die Liebe und die Arbeit verschlugen den Schlosser nach Bayern. „Ich bin Ossi, meine Frau Wessi und unser Sohn ein Wossi", scherzte er.
Fachsimpeln unter Bekannten und sich an der Musik erfreuen. „Das ist das Erfolgsrezept unseres Szene-Treffs", meinte Wolf, der in der Ferieneinrichtung Waldfrieden den idealen Veranstaltungsplatz gefunden hat. Außerdem weiß er sich eins mit Ralf und Ilona Peebalg, die das Feriengelände auf Vordermann brachten und es weiter verschönern. Das Paar freute sich, dass auch diesmal allerhand Neugierige und zufällig Vorbeikommende die Freizeit-Oase direkt an der Bundesstraße 282 entdeckten.
Unterm Strich bot das Treffen außer Autos und Country-Flair auch vieles von dem, was jedem Volksfest hierzulande gut zu Gesicht steht: Hufeisenwerfen, Pony- reiten, Kutschfahrten. Spezifischer wurde es dann schon wieder bei Wettbewerben wie Baumschleppen, Axtwerfen, Bogenschießen und Paddeln im Kanu.
Aber im Wesentlichen sei man auch diesmal wieder „in Familie" geblieben. Keine Frage für Thomas Wolf, dass er 2009 die Truppe auf ein Neues wieder einlädt. Und wenn, wie diesmal geschehen, alle 13 Waldfriedener Einwohner aus ihren drei Häusern wieder mit aufkreuzen, dann ist ihm das eine ganz besondere Freude. So etwas wie Lärmbelästigung durch Motoren oder zu laute Musik, das kennt hier niemand.
Erst gestern Vormittag, als es Siegerehrung und Pokale für die attraktivsten unter den 71 Straßenkreuzern und Ami-Schlitten gab, behielten die Wetterfrösche recht, war es doch kühl und nass. Aber statt der Sonne strahlten jetzt die Sieger und Pokalgewinner: r. Platz ein Chrysler New Yorker, Baujahr 1968, aus Beucha bei Wurzen; 2. Platz ein Pontiac Catalina, Baujahr 1971, aus Niederpöllnitz bei Gera; 3. Platz ein Ford Ranchero, Baujahr 1979, aus Kren- sitz bei Delitzsch. Den Pokal für den besten Oldie erhielt ein Chrysler New York, den Pokal für den besten Van ein Ford Ecoliner 150.
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19.Mai 2008/Vogtland-Anzeiger

Straßenkreuzer XXL unterwegs

Country-Fest / Spaßige Wettbewerbe rund ums Thema Western ziehen viele Besucher nach Ranspach
Aus Plauen war Ina Grimm (rechts) mit ihrem Jeep Grand Cherokee bei der US-Car-Präsentation dabei. Festorganisator Thommy Wolf (rechts) stellte jedes Fahrzeug der Präsentation vor. Mit von der Partie der ABV: In der Uniform eines Wachtmeisters steckte Edelgard Reichelt aus Plauen. Sie dirigierte die Fahrzeuge auf den kleinen Platz, damit diese ungehindert wenden konnten.
 
Aus Plauen war Ina Grimm (rechts) mit ihrem Jeep Grand Cherokee bei der US-Car-Präsentation dabei. Festorganisator „Thommy" Wolf (rechts) stellte jedes Fahrzeug der Präsentation vor. Mit von der Partie der ABV: In der Uniform eines Wachtmeisters steckte Edelgard Reichelt aus Plauen. Sie dirigierte die Fahrzeuge auf den kleinen Platz, damit diese ungehindert wenden konnten.
Foto: j. st.
Ranspach Sie haben um die fünf Liter Hubraum, leisten über 200 PS oder haben sogar ein Surfbrett auf dem Dach. Und sie tragen die Namen Ford, Chevrolet oder Buick - die US-Cars. Über 20 der etwa 50 angereisten US-Cars wurden in einer kleinen Show beim 7. Countryfest präsentiert. Das fand im Freizeitzentrum im Ranspacher Ortsteil Waldfrieden statt.
Die Präsentation der Autos mit gut drei Meter Breite oder mindestens fünfeinhalb Meter Länge war am Samstagnachmittag das erste Highlight eines Rahmenprogramms.
Aus dem benachbarten Mühltroff waren Nicki Taubner und seine Freundin mit dem Chevrolet S10 X-Treme aus dem Jahr 2000 mit 200 PS genauso dabei wie der Brockauer Jens Fleischer. Dieser stellte einen „AMC J 10" vor, welcher einen Hubraum von 5,9 Litern hat und 1981 gebaut wurde.
Mit dabei war auch Norbert Schaft aus Kahla mit seinem Feuerwehrfahrzeug der Marke „Mercedes Benz" - einem LF 408 E-Gerätewagen, der am vergangenen Wochenende bei der MDR-Pfingstrallye dabei war. Das eben zehn Jahre alt gewordene Ensemble der Schalmeienfreunde Falkenstein um Jörg Mitzlaff spielte Westernmelodien. Es gab aber auch Musik von DJ Hoss, der Gruppe „Amarillo" mit Leadsängerin Britta und den Westerntänmn der Gruppe „Line Dance".
Auf dem See innerhalb der Einrichtung konnte Kanu gefahren werden, mit Hufeisen oder auf Büchsen konnte in kleinen Wettbewerben geworfen werden. Cowboyhüte und anderes Zubehör für den richtigen Westernfan gab es an verschiedenen Ständen. Als „härtester Cowboy" beim Montain Men Trailwurde Peter Tschaika aus Kirchberg ermittelt.
Er schaffte es in 3,28 Minuten einen Baumstamm zu tragen, mit der Axt zu nageln, Kanu zu fahren und mit dem Luftgewehr auf den laufenden Keiler zu schießen.
War das alles geschafft, so wartete noch eine „feuchte" Aufgabe auf die Teilnehmer. Denn etwa sieben Meter vom Ufer des Sees entfernt war ein Gestell in den Teichboden gerammt worden. An dessen Querlatte hingen Mini- Schnapsflaschen, die mit dem Messer abgetrennt und zum Ufer gebracht werden mussten.
Mit dem Frühschoppen am Sonntag und der Preisverleihung für die schönsten US-Cars (Chrysler von Antje und Steffen Nickel aus Wurzen) endete die Countryfest-Ausgabe 2008 am Sonntagnachmittag. Der beste „Van" wurde ein Ford E 150 aus Franken. Die weiteste Reise hatte ein Auto aus Berlin Marzahn. j.st.
 
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